Über uns
Erfahren Sie, wer wir sind, woher wir kommen und wofür wir uns einsetzen.
Das sind wir
Der Vorstand
Entsprechend unserer Entwicklung vom Mitgliederverein zum Spendensammler besteht der Verein heute aus dem Vorstand – doch das beeinträchtigt unsere Arbeit in keiner Weise. Denn schon immer wurde das Wesentliche von einem kleinen Kreis aus Vorstand und engagierten Helfern geleistet.
Wie unsere Vorgänger verstehen auch wir uns als Mittler zwischen hilfsbereiten und hilfsbedürftigen Mitbürgern – mit persönlichem Einsatz, der garantiert, dass jede Zuwendung klug und direkt bei den Bedürftigen ankommt.
Unser Vorstand umfasst 10–12 Personen, die alle ehrenamtlich und teils seit Jahrzehnten tätig sind. Durch kontinuierliche Nachwuchsgewinnung bleibt der Verein lebendig und zukunftsfähig. Unser Versprechen: „Keinen Euro für Verwaltung – alle Spenden fließen gezielt und satzungsgemäß in Bremen.“
Mit offenen Augen die Not vor Ort sehen und handeln – das ist unser Antrieb. Ob einmalig oder regelmäßig: Jede Spende zählt und hilft!
ROBERT HOFFMANN 1. Vors.
OLIVER JANSSEN 2. Vors.
HENRICH CLEWING
THORSTEN C. WALTE
MAX ROGGEMANN
OLIVER GAMPPER
DR. PETER ULRICH
JULIA KRACHT-SCHÜNEMANN
DR. FRIEDER GRASHOFF
LENA KASIOR
Unsere Geschichte
Der Verein zum Wohlthun wurde im März 1804 von drei jungen Bremer Kaufleuten in Ausbildung gegründet – aus purem Bürgersinn, ohne politische oder gesellschaftliche Agenda. Ihr Ziel: Bedürftigen ganz privat und persönlich zu helfen, fernab jeder Bürokratie.
Die Zeit war bewegt: Napoleons Kontinentalsperre lähmte den Bremer Handel, fremde Truppen mussten durchgefüttert werden, und die öffentliche Armenpflege stieß längst an ihre Grenzen. Abseits aller Macht- und Sozialpolitik nahmen die drei Gründer die Dinge selbst in die Hand – sie sammelten kleine Geldbeträge, wählten Bedürftige aus und verteilten Geld- und Sachgaben direkt und persönlich. Damit schufen sie Bremens ersten privaten Wohltätigkeitsverein – ein Vorbild, dem viele folgen sollten.
Dem Namen „Verein“ gaben sie bewusst, um Gleichgesinnten eine Mitgliedschaft zu ermöglichen – und bald folgten die ersten 70 Mitglieder, überwiegend ebenfalls noch in der Ausbildung. So wuchs aus einer privaten Initiative schnell eine gemeinschaftliche Bewegung.
Trotz der schwierigen ersten Jahre unter napoleonischer Herrschaft (1810–1813) gewann der Verein bald an Ansehen. Für wohlhabende Bremer Familien wurde die Mitgliedschaft zur Selbstverständlichkeit – oft über Generationen hinweg weitergegeben oder als gemeinsames Engagement von Verwandten, Freunden und Nachbarn gelebt. Von den vielen Vereinen, die im 19. Jahrhundert folgten, gehört der Verein zum Wohlthun zu den ganz wenigen, die Kriege und Inflation überdauert haben. Bis heute stehen wir in dieser Tradition und Verpflichtung.
Das Oktavbüchlein
Das erste Dokument aus dem Jahr 1809
Aus dem Jahr 1809 stammt ein ledergebundenes Oktavbüchlein mit Goldschnitt, das das erste formale Regelwerk des Vereins enthält. Es wurde eingerichtet, um dem gewachsenen Verein eine rechtliche Grundlage zu geben: „Der Grad von Bedeutung, auf den sich die im Jahre 1804 entstandene Einrichtung erhob, und die gute Aussicht, daß sie unter dem Namen des Vereins zum Wohlthun sich erhalten und höher erheben wird, machten es jetzt im Jahre 1809 nöthig, ein bestimmtes Reglement für das Ganze dieses Instituts festzusetzen.“ Neben diesem Reglement enthält das Büchlein die erste offizielle Mitgliederliste des Vereins.
Das waren wir
Die Vorstände von 1845 bis 2021
1845 – Philipp Grabenhorst
1845 – Friedr. A. Delius
1845 – Engelbert Klugkist
1845 – August Rieke
1845 – A. Hinternhoff
1845 – G. A. Bechtel
1845 – B. Konitzky
1845 – A. Kulenkampff
1845 – Dietrich Motz
1845 – D. J. Klugkist
1845 – A. von Kapff
1845 -Alexander Wortmann
1845 – C. Salzberger
1845 – Dr. Heinrich Gröning
1847 – Hermann S. Gerdes
1848 – F. W. Grote
1849 – Friedr. M. Vietor
1849 – Dr. Hermann Gröning (Nachtrag)
1852 – B. Heye
1854 – Joh. Brandorff jun.
1854 – Dr. A. Pauli
1854 – G. W. Luce jun.
1854 – Siegm. Sattler jun.
1856 – C. A, Caesar
1856 – Leop. Strube
1856 – Christ. Schmidt
1857 – Aug. H. Faber
1857 – G. H. Claußen
1858 – Engelbert Iken
1858 – Friedr. Toel
1858 – Emil Wunder
1858 – J. W. Ültzen
1860 – J. C. Lülmann
1862 – Th. Fritze
1863 – F. E. Schütte
1864 – Chr. Papendiek
1864 – Carl Bölken
1865 – Dr. J. D. Noltenius
1867 – J. W. Klugkist
1867 – J. W. Gildemeister
1867 – Dr. T. W. Carstens
1868 – Wilhelm Frahm
1868 – Wilh. Wintzer
1868 – C. Eduard Rodatz
1870 – Herm. Georg Schütte
1870 – Johs. Wilkens
1870 – Dr. J. Oelrichs
1870 – Fr. Achelis
1871 – Georg Dannemann
1872 – Dr. Eberhard Noltenius
1873 – Dr. Ernst Schrader
1873 – F. Corßen
1873 – J. Matth. Gildemeister
1875 – C. Barkhausen
1877 – Eduard Tecklenborg
1877 – Louis Bechtel
1877 – Cornelius Dreier
1877 – Heinr. Duckwitz
1879 – Herm. H. Rohtbar
1879 – F. Weinlig
1879 – Dr. G. Heumann
1881 – Dr. Bernh. Noltenius
1881 – Karl Brons
1881 – J. Aug. Franke
1882 – J. F. Hollmann
1885 – G. Müller
1885 – G. Gaertner
1887 – Adolf Focke
1887 – A. D. Albers
1890 – H. Gildemeister
1890 – Eberhd. Huchting
1890 – Theod. G. Hirschfeld
1892 – C. H. Dreier (nicht im UschrVerz.)
1892 – H. Aug. Bechtel
1895 – Dr. Aug. Scherer
1895 – Fr. Reck jun.
1895 – Gustav Bünemann
1895 – Carl Fehrmann
1898 – Johann Jacobs
1898 – Carl Schröder
1898 – J. C. Bellstedt
1899 – Albert Kulenkampff
1899 – Gustav Rauner
1899 – Prof. Dr. Uhlhorn
1900 – J. Gerhard C. Reeßen
1902 – Gustav Schütte
1905 – Wilhelm Haase
1906 – Ludwig Broeckmann
1906 – Gerhard Callmeyer
1909 – Carl Bölken
1909 – August Meyer
1911 – Henrich Walte
1911 – Gerald Peckert
1913 – C. H. Meier
1914 – Chr. Burmeister
1916 – Johann Ültzen
1913 – Gustav Freiherr v. Boenigk (Nachtr.)
1913 – Hinrich Hafeken (Nachtr.)
1919 – Julius Focke
1919 – Wilh. Haase (nicht im Untschr.verz.)
1920 – Julius von Matheson
1921 – J. Keller
1922 – Dr. med Carl Schloifer
1917 – Dr. Otto Leist (Nachtrag)
1923 – Pastor E. Hackländer
1923 – Oberst a. d. Hennings
1926 – Georg Sonnet
1928 – Georg Lampe
1933 – Dr. Wolfgang Kulenkampff
1934 – Dr. H. Heumann
1937 – Dr. Fr. Schultz
1937 – Julius Pavenstedt
1937 – H. Stabenow
1940 – Cornelius Walte
1945 – Stephan Scherer
1945 – H. Schmeisser
1969 – Wilhelm Olbers Focke
1970 – Ludwig Gregor
1973 – F. Henry Walte
1975 – Hans Georg Schotte
1977 – Johann Henrich Clewing
1979 – L. Bodo Götze
1979 – Ulrich Keller
1983 – Dr. Horst Real
1985 – Ursula Hartmann
1985 – Pastor Peter Alfes
1993 – Hans Christian Specht
1996 – Arnim Wollschläger
1997 – Christian Stubbe
2002 – Gerhard Bünemann
2006 – Henrich Clewing *
2007 – Thorsten C. Walte *
2007 – Robert Hoffmann *
2009 – Oliver Janssen *
2012 – Dr. Markus Möller
2014 – Max Roggemann*
2015 – Oliver Gampper*
2017 – Bettina Stoke-Borchert
2017 – Dr. Peter Ulrich*
2019 – Julia Kracht-Schünemann*
2020 – Dr. Frieder Grashoff *
2023 – Lena Kasior*
Das wollen wir
Mit offenen Augen die Welt sehen.
An der sozialen Absicht, insbesondere älteren Bedürftigen beizustehen, mit der 1804 der Verein gegründet wurde, hat sich auch nach 200 Jahren nichts geändert.
Gerade heute, nicht zuletzt infolge der Hartz-IV-Gesetzgebung, werden wir vom Amt für Soziale Dienste und anderen karitativen Organisationen um Unterstützung gebeten, weil öffentliche Institutionen an ihre Grenzen stoßen. Wir bemühen uns, mit persönlichem Einsatz möglichst viele bedürftige Bürger im Raum Bremen zu unterstützen.
Schon die Gründer schrieben 1809 als Vereinszweck: „armen und alten Personen oder überhaupt unglücklich Leidenden, ihren Unterhalt zu verdienen nicht Fähigen, in ihrem hülflosen Zustande beyzustehen.“ Dieses Beistehen nahmen sie wörtlich: Geldgaben brachten sie persönlich zu den Empfängern, bald ergänzt durch Sachmittel wie Nahrung, Kleidung und Heizmaterial.
Noch heute suchen unsere ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder die als bedürftig gemeldeten Menschen persönlich auf. Neben finanzieller Hilfe bieten wir im Gespräch Problemlösungen und allgemeine Lebenshilfe an. Es ist uns ein besonderes Anliegen, zu verhindern, dass materieller Notstand zu sozialem Abstieg führt.
Durch diesen persönlichen Einsatz stellt unser Verein sicher, dass jede Spende ohne jeglichen Verwaltungsaufwand direkt bei den Hilfsbedürftigen ankommt.